Mittwoch, 10. April 2013

Kinderverse


Ich packe meinen Koffer und nehme mit
das kleine geschnitzte Ferkel mit dem lustigen Ringelschwanz,meinen liebsten Kuschelhasen und das gepunktete Tuch,in welches ich so gern mein Gesicht vergrabe.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit 
das Ferkel,den Hasen,das Tuch und 
das Buch mit den farbigen Bildern,auf denen es immer wieder etwas zu entdecken,zu bestaunen gibt;
die leuchtend gelbe Mütze,die ich bei unserem letzten Ausflug in den Wald getragen habe,an den ich mich so gern erinnere.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit 
das Ferkel,den Hasen,das Tuch,das Buch,die Mütze und
die Erinnerung an leuchtende bunte Stunden mit euch,die mein Herz mit Freude erfüllten und mir noch heute im Gedächtnis leuchten;es waren Stunden voller Glück.
Ich packe in meinen Koffer 
auch euren Streit,den ich aus dem Nebenzimmer belauschen konnte,an dem Tag,als ich vom Klettergerüst gefallen bin;die lauten,harten Worte,die mir die Kehle zuschnürten und mich Tränen in mein Kissen weinen ließen.
Ich packe ein,die vielen kleinen Päckchen die ihr mir gegeben habt,dass ich sie trage.

Ich werde sie mein Leben lang mit mir führen.Bitte vergesst das nie,liebe Eltern.

Ich packe meinen Koffer.


Samstag, 6. April 2013

"Los Lausemia,wir schreiben den Frühling!"

sagte die liebe Sonennspross zu mir.Und wenn dieser Name,diese Worte nicht den Frühling erwecken,wer dann?!Ich finde die Idee fabelhaft und möchte euch gerne ebenso dazu aufrufen.Schreibt mit uns den Frühling ihr Kreativlinge!

Wenn du barfuß auf der Wiese tanzt,über dir das blaue Meer.Und zu deinen Füßen die Welt.Dann hast du dieses Gefühl.Das Gefühl du könntest in diesem Moment nicht glücklicher sein.Weil einfach alles..jede Kleinigkeit ganz wunderbar ist.So wie die Blätter die Blumen sprießen,so wächst mein Glück.Der Tatendrang,die Abenteuerlust,der Übermut.
Hey,hey,was kostet die Welt?!





Idas Sommerlied

(Astridt Lindgren,Übersetzung Torsten Meiwald)


1. Glaub nicht, von allein würd’ es Sommer
in Garten und Wiese und Wald.
Den Sommer, den muss jemand wecken,
dann blühen die Blumen schon bald.
Ich lasse die Blumen erblühen, 
lass sprießen das Gras und den Klee.
Ja, nun kann der Sommer beginnen,
denn schmelzen ließ ich schon den Schnee. 

2. Ich lasse das Wasser schnell strömen
und setze die Bäche in Gang,
lass Schwalben am Himmel jetzt fliegen
und Mücken, den Schwalben zum Fang. 
Ich schenke den Bäumen die Blätter 
und setze die Nester hinein.
Ich lasse den Himmel erglühen
am Abend mit rosigem Schein.

3. Und Walderdbeer’n werde ich machen,
ich finde, die braucht jedes Kind,
und andere herrliche Sachen,
die passend für Kinder jetzt sind.
Ich mache so lustige Stellen,
grad’ richtig zum Spielen mit dir.
Da hüpf ich und renne und springe
und spüre den Sommer in mir.

Donnerstag, 4. April 2013

Herztöne

Seit kurzem ist der kleine Lausbub Langschläfer.Damit habe ich nicht vor der Pubertät gerechnet und freue mich nun umso mehr.Auch wenn ich grad allein am gedeckten Frühstückstisch verweile,auf die Uhr sehe und die alten Sorgen nicht loswerde.
In meinem Kopf hallen die Worte der Schwestern wieder. Kindstod.Bauchschläfer.Erstickungsgefahr.Tod.Tod.Tod.
Pfui ihgitt,ich schüttle die Gedanken ab und nehme einen Schluck vom grüne Tee.
Diese Ruhe...Einatmen.Ausatmen.Tick.Tack.

Doch da wird die Stille von Quängelei gestört.Jaaa!Der kleine Bär ist wach.
Das Leben kann beginnen.

Guten Morgen ihr Lieben.





Manchmal denke ich,ich denke zu viel.

Mittwoch, 3. April 2013

Winterdepressionen

Es ist still.In mir,um mich herum.Der Sturm,er hat sich gelegt und nun steh ich hier,eingehüllt.In eine Decke aus Schweigen.Die Luft ist klar,kristallklar.Und die Sonne beginnt das Eis zu schmelzen.Kleine Bäche rinnen zu meinen Füßen,treffen sich wieder in Pfützen,kleinen Seen.

Ich spiegel mich in ihnen und bin erleichtert: Das bin ich.Ich kann mich wieder sehen.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Aus dem Leben eines Lausbubens

Ein Lausbub findet das Leben fabelhaft.Sobald er vom ersten Sonnenstrahlen geweckt wird,erwacht in ihm auch die Lust auf Abenteuer.Eben noch im Land der Träume,dort wo Wünsche in Erfüllung gehen und du selbst so leicht bist,als würdest du schweben.Halten seine wachen Augen Ausschau.

Apfelkekse zum Frühstück sind die Ausnahme,aber diese macht so glücklich!Mit dem leicht süßlichen Geschmack auf der Zunge lassen sich Geschichten erzählen.Die von großen Bären und kleinen Hühnern.Geschichten,wie sie in all den bunten Büchern geschrieben stehen,an deren Bilder sich ein Lausbub nicht satt sehen kann.Vom Piratenmädchen dort oben auf dem Mast,die den gefährlichen Kerlen zeigt wo es lang geht.Ein Lausbub kann alles erleben,denn seine Fantasie reicht bis in den blauen Himmel hinein.





Seine kleine Welt ist aufregend.Und schon bald wird der Lausbub auch die große Welt dort draußen im Sturm erobern.Nehmt euch in acht.

Montag, 18. Februar 2013

Eine einfache Rechnung

Zwei sein bedeutet weniger eins sein.Denn zwei sind bekanntlich mehr als einer.

Es bedeutet zueinander stehen,für den anderen einstehen.Zwei sein bedeutet miteinander zu verschmelzen und doch zwei Körper zu bleiben,zwei Geister,die sich streiten können und vertragen.Die einander anregen zum Denken und Handeln,die das Leben bereichern.Gegenseitig,gegensätzlich.Diese ziehen sich an,schüren das Feuer,die Aufregung,machen Liebe.Diese wahnsinnige Liebe,die es heiß und kalt werden lässt als mögest du erfrieren und im nächsten Moment explodieren,weil du sie nicht aushältst diese Hitze in dir.

Zwei sein ist eine hohe Kunst.


Mehr sein bedeutet Rücksicht zu nehmen,zwischen all den Gefühlen.Acht zu geben,während es in dir schreit.
Während wir übertreiben,von Trümmern sprechen,obwohl vor uns ein herrliches Schloss steht,dessen Ziegeln in der Sonne glänzen.Sieh mal!
Mehr sein bedeutet Eltern sein.Eltern die mal streiten,die für einen Augenblick nicht klar sehen,doch die immer immer immer ihr Liebstes im Blick haben.Und in ihren Herzen.

Mehr sein ist die größte Kunst des Glückes.

Montag, 11. Februar 2013

...

"Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe,wenn ich sage,dass Du mir das Liebste bist;Liebe ist,dass Du mir das Messer bist,mit dem ich in mir wühle." (Franz Kafka)

Liebe kann schön und leicht sein,eine zarte Blüte,ein großes Glück.Doch auch vermag nichts so sehr zu schmerzen,zu verletzen wie sie.Liebe tut weh.Weil ich mich öffne,mich dir hingebe.Ganz.Weil du mir das Hell in der Dunkelheit bist.Die Hoffnung auf Verstehen.Auf völliges Ganzsein.Bis die Gedanken einander ergänzen,ich einbeinig bin,einäugig und vielleicht,unter Umständen nur die Hälfte meines Hirnes nutze.Mein Herz nur alle zwei Schläge zu hören ist und lauscht,wartet,auf die Antwort
deines Herzens.


Und dann höre ich es wiederhallen.Wie in kalten harten Steingemäuern,die meine Worte von einer Wand zur anderen werfen.Einsam und immer leiser werdend.Ich muss dich suchen,irre wandle durch lange Gänge,eine miese Gegend.Dort finde ich dich,mit dem Rücken zu mir...

Es setzt aus.Ein,zwei,drei Schläge.Schläge in mein Gesicht.


Wir haben uns wiedergefunden.Und glaub mir Geliebter,ich werde dich nicht wieder so weit gehen lassen.Heute Nacht halte ich deine Hand bis der Morgen erwacht.

Dienstag, 5. Februar 2013

Chaos für die (Kinder)Seele

Die kleinen Rädchen drehen sich.Schnell und unaufhaltsam.Im gleichen,immer selben Takt.
Zu schnell.An mir vorbei.
Ich möchte sie greifen,all die Minuten und Sekunden,doch meine Hand greift ins Leere.

In den Klauen des Alltags gefangen,hinter riesigen Wäschebergen und tiefen Augenhöhlen,die Geschichten der vergangenen Nächte erzählen,auf längst bewanderten Trampelpfaden,da wird gekocht,abgewaschen und geputzt,geputzt,geputzt.Da reichen sich die Rituale die Hand,geben sich die Klinke und sagen Fuchs und Hase gute Nacht.Täglich grüß das Murmeltier.
Doch wenn du nur einmal alles anders machst,wirst du spüren wie dein Herz zu tanzen beginnt,der Atem deine Lunge füllt und die Welt um dich herum bunt und bunter wird.Wir brauchen diese Tage.Diese Tage an denen wir keinen Finger krumm machen,zu den verrücktesten Zeiten Mittag essen,vielleicht sogar auf dem Boden.An denen wir nur das tun was Glück bedeutet.An denen wir aus einem Missgeschick eine herrliche Sauerei veranstalten,ohne an morgen zu denken.Ein Tag,der uns im Gedächtnis leuchtet,so hell,dass er anhält.Dass er in die grauen Alltagstage Licht bringt.Einen kleinen Schein nur..der uns daran erinnert,wie fabelhaft das Leben ist.







Freitag, 25. Januar 2013

Nachtrag

(Ein Gastbeitrag von mir bei Fräulein Vintage)

Als ich heute vor die Türe trat überfiel mich die Kälte.Wie ein Mantel aus Eis legte sie sich um meine Schultern.
Mein Atem begann vor mir zu tanzen,als silbrig glänzende Kristalle,die im nächsten Augenblick wieder verschwanden.
Beherzt nahm ich einen tiefen Zug der frischen Luft und schloss die Tür behutsam hinter mir.

Wieder ist es Winter.Die Zeit,in der mein kleiner Lausbub geboren wurde.Erinnerungen aus dem letzten Jahr,werden wach und flimmern hinter meinem geschlossenen Augen wie Filmszenen wirr durcheinander.Ich halte eine davon fest.

Vom Krankenhaus aus sahen wir in den grauen Himmel,welcher die grauen Häuser bedeckte.
Unten auf der matschigen Fahrbahn drängten sich dicht an dicht die farblosen Autos auf dem Weg nach Hause,oder in die Ferne.
Aus dem Nebenzimmer hörten wir das schon vertraute Stimmengewirr der Schwestern.
Wir standen da,neben dem Kasten aus Glas.In einem Raum voll von Geräten die in fast regelmäßigen Abständen lau erschrillten.
Babys,die weinten.Babys die schliefen.Eltern,die mit traurigen,bleichen Gesichtern daneben standen. Eltern,die es nicht aushielten und schon lange wieder nach Hause gefahren waren.

Ich öffne meine Augen.


Um mich herum ist es wieder hell.In unserem gemütlichen Wohnzimmer ist es warm.Das Feuer flackert im Ofen und die Kerzen malen Muster an die Wände.
In diesem Jahr,das ist sicher,wird unser Weihnachten ein farbenfrohes Fest des Lichtes und der Wärme.
Ein Tag an dem wir unser Kind geborgen im Arm halten werden.


Endlich und für immer.

Montag, 21. Januar 2013

Meine kleine Welt


Was mir wirklich am Herzen liegt ist der Weltfrieden.





..und dann gibt es da noch Kleinigkeiten,die mein Herz erfreuen.Die es hüpfen und springen lassen.Die mir das Gefühl geben zu Hause zu sein.In meinem ganz eigenen eigenartigen Zuhause.Dort,wo jedes Detail meine Sprache spricht und meinen Namen trägt.Dinge mit Geschichte,die mich zu einem Teil ihrer werden lassen.

Ein Hoch auf Nippes. 

Samstag, 19. Januar 2013

"Ich werde dir nie etwas von Schwerkraft erzählen...

,denn dann kannst du fliegen."
Diesen poetischen Satz hörte ich den Liebsten zum kleinen Lausbuben sagen.
Diese schönen Worte aus diesem schönen Mund...Ich bin verliebt.Wortverliebt.
Verliebt in diesen Mann,den kleinen Lausbuben und die ganze Welt. (Hi,na!)





Fliegen ist ein wunderschönes Bild für die Freiheit.Die Freiheit alles tun zu können und weit über sich hinaus zu wachsen.In den Himmel hinein.Einen Papa zu haben,der an diese Flügel und ihre Stärke glaubt ist wertvoller als der Schatz am Ende des Regenbogens.
Und glaub mir,dieser Schatz würde dir den Atem verschlagen.

Also breite deine Flügel aus mein kleiner Lausejunge.Denn was auch geschehen mag,dein Papa wird der Wind unter ihnen sein,der dich hinauf trägt und auf den du vertrauen kannst.

Der Wind unter deinen Flügeln.

Montag, 14. Januar 2013

Eine kleine Bildergeschichte

Zu allererst wird gründlich das Spielregal ausgeräumt.Das geht in Null Komma Nichts.

Und dann sagt der kleine Junge den großen Jungen Bescheid.

Endlich wird gespielt!...Aber nanu?Wo ist denn der kleine Lausbub?

Daaaa!Na, ob die großen Jungs wohl bemerkt haben,dass er verschwunden war?

Donnerstag, 10. Januar 2013

Zugedeckt und eingemuffelt


 
Die Welt zieht an uns vorbei. Wir verkriechen uns sei Tagen in unserer Höhle,hinter Vorhängen im wohlig weichen Bett. Mutter und Sohn,dicht aneinandergekuschelt harren wir aus.Halten uns bei den Händen und warten. Warten darauf,dass sie vorüber geht. Das Fieber lässt deinen Körper beben,mein Liebling. Doch ich bin bei dir und lasse dich nicht allein. Hier in unserem Krankenlager haben wir alles was wir brauchen. Salzwasser-Nasentropfen,Tee,Wasser,Milch,warme Decken und uns.
Hinter den Gardinen sieht es grau aus. Die Regenwolken drängen sich dicht an dicht über den trüben Himmel und ihr Grau verschwimmt mit seinem Grund. Schwermütig fällt der Regen,trommelt an unser Fenster und sagt uns,dass draußen nichts auf uns wartet. Nicht auf uns Schnupfennasen,Liebling. An einem anderen Tag,an dem es dir wieder gut geht,da wird uns der Regen hinausrufen,dann werden wir in ihm tanzen und singen. Durch Pfützen springen. Ja,das wird eine Freude! Doch nicht heute. Heute,da bleiben wir im Bett und wissen,dass es keinen besseren Ort geben kann. Nun schlafe ein mein Liebling. Vielleicht,weckt uns ja schon morgen die Sonne,die sich durch die Vorhänge mogelt. Nur um einen Blick zu erhaschen auf dich. Um dir zu sagen,dass die Krankheit bald fort sein wird. Ich spüre wie dein Körper ruhig wird und ich glaube ihr.


Und ob wir in der Sonne oder im Regen tanzen,das ist mir sooooo egal. Wir werden tanzen.

Sonntag, 6. Januar 2013

Ruhetage

Seit Tagen hat die Sonne nicht mehr geschienen,dabei würde doch schon ein kleiner Strahl,der die Wolken durchbricht meiner Seele so gut tun.Der kleine Mensch ist krank,der Urlaub des Lausepapas geht zu Ende und ruft in Erinnerung,was alles hätte getan werden müssen.Doch nichts war wichtiger in diesen Wochen,als dem kleinen Menschen ein Papa zu sein,kann ich ihn beruhigen.Was wirklich von Bedeutung ist,vergessen wir so schnell,geht verloren im Regelwerk.
Wir besinnen uns drauf.


Wenigstens heute.Denn morgen,da muss ich unbedingt das Bad putzen,einkaufen gehen,die Steuererklärung machen,Pakete rausschicken,...

Donnerstag, 3. Januar 2013

Ich konnte nicht ahnen..

...wann der Tag kommen würde,an dem meine Finger wieder über die Tastatur meines Laptops tanzen würden.Der Moment an dem meine Gedanken endlich wieder geordnet und niedergeschrieben werden wollten.Der Zeitpunkt,an dem mir die Flausen im Kopf zu bunt werden würden,so bunt und prall,dass ich ein Ventil brauchen würde-das Schreiben.
Es gefiel mir,eine Weile zu Leben und zu denken,ohne Worte dafür zu finden,das Wollknäuel in meinem Kopf wild zu verknoten.Ich lies die Dinge sein wie sie sind,stillstehend oder in Bewegung.Sog das Leben tief in mich ein und lies es an mir vorüber ziehen,wie einen Windhauch,nicht zu fassen,nicht aufzuhalten.Unbegreiflich.

Ich habe nicht geahnt,dass dieser Abend heute ist,an dem ich es satt habe.An dem ich Sehnsucht verspüre nach schwarzen Buchstaben auf weißem Grund.Nach euch.Hätte ich es geahnt,ich hätte es euch gesagt.

Entschuldigt die Ungewissheit.entschuldigt die fehlenden Worte.

Wir leben:







Freitag, 14. Dezember 2012

Dir zu Ehren...und doch an dir vorbei

Ich habe dich aus den Augen verloren,an diesem Nachmittag,der doch deiner war.In diesem Moment,in dem ich nur für dich sein sollte mein Liebling.Du und dein lieber Papa und ich.Wir hätten stundenlang auf dem Boden gesessen und Kugeln die Kugelbahn heruntersausen lassen.Wir hätten die größten Türme gebaut und du hättest sie mit voller Wucht umgestoßen.Wir hätten gesungen,die lustigsten Lieder.Schief hätte das geklungen und manche Textpassagen hätten wir uns ausgedacht,weil wir uns nicht mehr an sie erinnerten.Wir wären mit dir hinausgegangen und hätten dich den ganzen Weg lang getragen,dir die Tiere des Waldes gezeigt und den Schnee auf den Bäumen.Wir hätten mit dir gelacht und dich im Arm gehalten und gewiegt,bis du selig eingeschlafen wärest.

Das wäre ganz sicher ein Tag gewesen,nach deinem Geschmack.
Ein Tag,der dir wie ein heller Sonnenstrahl im Gedächtnis leuchten würde.



Nun war es ein Tag an dem du müde warst.Müde von all dem Gerede,dem Stimmengewirr,all den Schritten,die durch unser Haus hallten.Alten Familiengeschichten,die unter Kuchen und Kaffee aufs neue zerpflückt und mit bunten Farben geschmückt wurden.Müde von all dem,was um dich herum war,wo du doch nur wenig brauchst um glücklich zu sein.

Mama und Papa mit ganz viel Zeit.

Freitag, 7. Dezember 2012

Montag, 3. Dezember 2012

Gedankenverloren

Ich ertrinke in Gedanken,tiefer und tiefer tauche ich hinab.Ich gehe verloren und finde mich.Finde mich wieder in einer neuen Welt in der alles verändert ist.Oben ist unten und andersherum.Das Gedankenkarussel dreht seine Runden.Bis mir schwindelig wird.Im Kopf und im Magen.Nur das Herz weiß was es will.Es schreit "Ja!" Ich sehe mich um und mir wird klar,dass es schreien kann so laut es will.Es wird untergehen im Stimmengewirr der Menschenmasse.
Ein Herz ist ein Herz.
Es schlägt.




Well my names not Alice,
but i know how she felt.
When her world started turning 

into something else.

(Lisa Mitchell)

Donnerstag, 29. November 2012

Liebe kleine Krummelus..

...lass mich niemals werden grus.
(Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Ephraimstochter Langstrumpf)


Ich möchte,dass mein Kind groß wird-na klar.Und ich bin auch nicht wehmütig,wie viele andere Mütter,wenn ein weiter Zahn kommt oder neue Dinge erlernt werden.Das Einzige,was wirklich am groß werden nervt,ist doch,dass die Fantasiewelt kleiner wird.Die Tage werden kürzer und das Leben ein wenig eintöniger.War ich doch damals ein Räubermädchen auf der Flucht vor der Polizei,auf der Suche nach einem geheimnisvollen Schatz,hoch oben in den Bäumen,unten am Fluss.Kam ich doch mit schmutzigen Füßen und Stroh in den Haaren heim,mit Abenteuergeschichten im Gepäck.Trugen mich die Schwingen meiner Fantasie hoch in den Himmel hinauf...

Ich denke die Fantasie stirbt nicht in den Jahren,sie verliert nur an Farbe und Kraft.


Und groß zu sein hat auch etwas Gutes.Zum Beispiel darf man so viele Süßigkeiten essen wie man möchte...leider leider schmecken sie dann nicht mehr so gut und von zu viel Zucker wird mir schlecht.
Manno,Erwachsensein nervt.

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